Die CB 500 four K2 ist Baujahr 1972, habe sie im Oktober 2007 aus 2. Hand erworben, Vorbesitzer fuhr die Maschine seit 1982. Der - vermutlich - erste Besitzer aus Italien hat einige sportliche Modifikationen vorgenommen:
Das Motorrad war optisch sehr gut erhalten, komplett und lief, km-Stand 55.000. Nach ersten kurzen Probefahren habe ich eine Wartung gemacht, dabei eingestellt:
Es zeigte sich, dass die Wartung bisher nicht richtig durchgeführt worden war - offenbar ist zwar schön geputzt und Öl gewechselt, aber selten unter die Deckel geguckt, geschweige denn dort etwas erneuert worden. Aber der Vorteil dieser ruhigen Vorgeschichte: Keine kaputten Schrauben, keine verschlosserten Teile, wie häufig bei alten Bikes, die durch viele Hände gingen. Neu waren daneben Batterie, Zündkerzen und die wirklich guten Reifen (aktuelle Michelin Macadam und Commander).
Die Benutzung eines Drehmomentschlüssels war tatsächlich in den 1970ern und 1980ern weniger verbreitet - man zog Schrauben "nach Gefühl" oder "schön kräftig" oder auch "so weit wie möglich" an - Ergebnis natürlich: teils zu locker, teils zu fest. Auch die Gummidichtungen waren hier noch "original", d.h. 35 jahre später natürlich hart - sodaß hier und da Öl austrat.
Eine große Überholung war anfangs nicht geplant, ich wollte neben der etwas ruppigen Duc noch ein leiseres und laufruhigeres Motorrad für die Stadt und kurze Ausflüge. Aber wenn man einmal anfängt und ein rostiges oder öliges Teil in der Hand hat, will man das ungern einfach wieder einbauen. So nahm das Schicksal seinen Lauf …
Notwendige Aktionen zeigten sich an diesen Stellen:
Im Laufe des Jahreswechsels und Frühjahrs habe ich dann noch weitere Arbeiten gemacht: