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Individualismus oder Korporativismus
Grundlagen für eine Russische Wirtschaft nach dem Scheitern des Neoliberalismus
- Öffentliche Internet-Konferenz am xx. Juni 99 -
VORLÄUFIGE Pressemitteilung
Rußland- und Wirtschaftsexperten diskutieren in einer öffentlichen Internet-Konferenz am xx. Juni 99 über die Struktur der russischen Wirtschaft und Anknüpfungspunkte für Aktivitäten des Westens
Zum Thema:
Rußlands Reformen stecken unübersehbar in der Sackgasse. Selbst aus Kreisen des "Internationalen Währungsfonds", immerhin
Stichwortgeber des bisherigen Kurses, sind verzagte Töne zu hören. Kann es in Rußland keine Marktwirtschaft geben?
Horst Köhler, Präsident der "European Bank of Reconstruction and Development" (EBRD) erklärte in einem Interview, das er parallel zur
letzten Tagung des IWF gab: "Wir können in Rußland Marktwirtschaft und Demokratie nur dann auf Dauer verwirklichen, wenn wir sie in der
Kultur, der Geschichte und den Traditionen des Landes verankern." - Was würde das bedeuten?
In der Konferenz werden die spezifischen korporativen Strukturen Rußlands, an denen die bisherigen Reformen abgeprallt sind, analysiert und
bewertet. Hinterfragt werden die gegenwärtig im Lande zu beobachtenden Versuche, insbesondere Alexander Lebeds und Juri Luschkows, der
beiden neuen starken Männer, in Anknüpfung an diese korporativen Strukturen Alternativen zur Politik Boris Jelzins aufzubauen.
Ist Korpotativismus Rußlands Chance oder sein Verhängnis? Mit anderen Worten: Ist Demokratie unter solchen Umständen möglich oder
droht ein russischer Pinochet? Wie kann eine Rußlandpolitik künftig aussehen? Diese Fragen werden am xx. Juni live erörtert.
Ausgangspunkt der Diskussion sind die Positionspapiere der Fachteilnehmer.
Möglicherweise wird man die Debatte auch teilen, um die Auseinandersetzung ZWISCHEN den Thesen der Teilnehmern zu befruchten, zum Beispiel: Teil 1. Analyse der Strukturen, Teil 2: Alternativen.
Veranstalter der Konferenz ist die 'Aurora Initiative', die im Herbst 97 von Journalisten und Medienschaffenden gegründet wurde mit dem Ziel,
das Rußlandbild in deutschen Medien zu verbessern. Angesprochen sind Medienschaffende und Wirtschaftsfachleute, aber auch die
interessierte Öffentlichkeit - die Teilnahme ist kostenlos, Konferenzsprache ist deutsch.
Treffpunkt in Köln: 'Future Point' Internet Café, Richmodisstr. 13, Köln (Neumarkt)
Jeder Computer mit Internet-Browser ist zum Lesen und Senden von Beiträgen geeignet,
am xx. Juni 99 werden sie live diskutiert:
http://www.city-guide.de/forum/aurora/
Die Konferenz bleibt archiviert und kann auch später nachgelesen werden. Die Texte der bisherigen Konferenzen - zur Raumfahrt, zu 'Rußland
und Europa', 'Wirtschafts-Strategien' und 'Sicherheit' - können nachgelesen werden unter:
http://www.kanka.de/aurora